Queersensibilisierung in der Hessischen Jugendfeuerwehr
Die Hessische Jugendfeuerwehr ist Partner in der neuen Förderphase zur queeren Jugendarbeit in Hessen und bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung entsprechender Ansätze ein. Damit setzt sie ein klares Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander in der Jugendarbeit.

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens des Hessischen Jugendrings in Friedberg wurden bisherige Kooperationspartner verabschiedet und neue Partner willkommen geheißen. Gleichzeitig bot die Veranstaltung die Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und sich mit anderen Akteurinnen und Akteuren zu vernetzen.
Die Hessische Jugendfeuerwehr verfolgt das Ziel, queersensible Aspekte Schritt für Schritt stärker in ihren Strukturen zu verankern. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass es im Umgang mit queeren Themen teilweise noch Unsicherheiten und Vorbehalte gibt. Umso wichtiger ist es, aktiv daran zu arbeiten und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Jugendlichen selbstverständlich angenommen und respektiert fühlen.
Ein zentraler Ansatz ist die Entwicklung einer landesweiten Anlaufmöglichkeit innerhalb der Hessischen Jugendfeuerwehr. Diese soll Orientierung geben, unterstützen und dazu beitragen, das Thema sichtbar und ansprechbar zu machen. Gleichzeitig können von hier aus Impulse in die bestehenden Strukturen getragen werden.
Darüber hinaus sollen erste Formate dazu beitragen, das Thema stärker in die Jugendverbandsarbeit einzubringen und den Austausch zu fördern. Ziel ist es, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln, Unsicherheiten abzubauen und das Thema nachhaltig zu verankern. Auch Führungskräfte werden dabei zunehmend einbezogen, um eine breite Wirkung zu ermöglichen.
Die geplanten Schritte knüpfen an bestehende Erfahrungen aus Bildungsangeboten, Projekten und Kooperationen an und entwickeln diese weiter. So entsteht eine Grundlage, auf der queersensible Jugendarbeit innerhalb der Feuerwehr kontinuierlich wachsen kann.
Langfristig geht es darum, eine Feuerwehrkultur zu stärken, in der Vielfalt selbstverständlich ist und Diskriminierung keinen Platz hat. Der Fokus liegt zunächst auf der Kinder- und Jugendfeuerwehr, um dort gezielt Impulse zu setzen und Entwicklungen anzustoßen, die perspektivisch in die gesamte Feuerwehr hineinwirken
