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Jugendfeuerwehr-Aktionstage im MTZ: großer Publikumsandrang, viel Prominenz

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Sulzbach, 04.05.2019– Als eine „großartige Gelegenheit, so vielen Menschen die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr nahe zu bringen und Nachwuchs zu werben“, hat der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Ralf Ackermann, die Aktionstage im MTZ bezeichnet. Vor zahlreichen Zuhörern erläuterte er zusammen mit Innenminister Peter Beuth, Center-Manager Matthias Borutta und weiteren Vertretern von Jugendfeuerwehr und Politik die Idee hinter diesem ungewöhnlichen Event. „Für das Main-Taunus-Zentrum ist das ein absolutes Novum“, sagte Borutta. Er sei begeistert, „dass es hier so viele tolle Aktionen und Vorführungen zu sehen gibt, die einem ein gutes Bild geben, wie kreativ und interessant es bei den Jugendfeuerwehren zugeht, aber auch, was die Freiwillige Feuerwehr in Hessen leistet.“ 

Als „echte Herzensangelegenheit“ bezeichnete Hessens Innenminister Peter Beuth seinen Besuch bei den Aktionstagen. Sie seien ein gutes Beispiel für die Kameradschaft und den Teamgeist, die Erwachsene und Jugendliche bei den Freiwilligen Feuerwehren verbänden. Ohne deren Engagement sei auch in unseren Zeiten ein schlagkräftiger Brand- und Katastrophenschutz nicht denkbar: „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen und ist bei den Jugendfeuerwehren und Feuerwehren besonders wertvoll.“ Das Innenministerium unterstützt die Hessische Jugendfeuerwehr mit einer jährlichen Zuwendung von über 160.000 Euro und hat die aktuelle Werbekampagne mit 560.000 Euro finanziert. 

Schauübung der Jugendfeuerwehr, Mitmachaktionen wie Zielspritzen mit einem Strahlrohr und kleine Wettbewerbe wie Knotenbinden und Leinenwurfspiele – das sind für Landesjugendfeuerwehrwart Markus Potthof gelungene Beispiele aus dem Alltag der Jugendfeuerwehren: „Wir haben ein sehr attraktives Freizeit- und Bildungsangebot für Jugendliche. Unsere pädagogisch geschulten Betreuerteams vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern auch Sozialkompetenzen und wichtige Werte wie Teamgeist, Toleranz und Spaß am Ehrenamt.“

Landrat Michael Cyriax unterstrich, dass auch der Main-Taunus-Kreis auf Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr dringend angewiesen ist: „Rund 5.000 Einsätze im Jahr sind anders nicht zu stemmen.“ Er sei deshalb froh, dass die Premiere dieses neuen Formats in seinem Kreis stattfinde. Sie biete den „vielen Eltern und Kindern, die an diesen Tagen an unseren Ständen hier im MTZ sind, ein gutes Bild, wie attraktiv es sein kann, sich für die Gesellschaft zu engagieren“. 

Die MTZ-Aktionstage sind eine Initiative der Hessischen Jugendfeuerwehr im Landesfeuerwehrverband Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Main- Taunus-Zentrum. Die Aktionen innerhalb des Centers werden durch die Freiwil- ligen Feuerwehren und ihre Jugendabteilungen der Gemeinden Sulzbach, Bad Soden, Schwalbach, Eschborn, Hattersheim, Liederbach, Kriftel, Flörsheim- Weilbach, Hochheim, Kelkheim und Eppstein umgesetzt.

 

Pressekontakt:

Kampagnenbüro der Hessischen Jugendfeuerwehr

c/o Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH

Gökan Tolga 

Hamburger Allee 45

60486 Frankfurt am Main

Tel.: 069 – 71 67 580 29

E-Mail: action@deinejugendfeuerwehr.de

www.deinejugendfeuerwehr.de 

 

 

 

 

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25 Jahre Deutsch - Russische Jugendbegegnung

In diesem Jahr feierte die Hessische Jugendfeuerwehr gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation (Ministerium für Katastrophenhilfe- MCHS) aus Saratow (Russland), das 25jährige Bestehen ihrer Freundschaft. Hierzu trafen sich Jugendliche, nebst Betreuer/Innen und Vertreter/Innen beider Länder in Hessen zu einer weiteren ereignisreichen und unvergesslichen Jugendbegegnung.  

Die Geschichte der Jugendbegegnung soll nun erzählt werden:

Begründet in ihrem Selbstverständnis als Jugendverband, begann die Hessische Jugendfeuerwehr früh, sich um internationale Kontakte zu bemühen, um den Jugendlichen das Zusammentreffen mit unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen zu ermöglichen, den eigenen Horizont zu eröffnen und sie über Ländergrenzen hinaus in internationalen Begegnungen zusammenzuführen.

Anfang der 90er Jahre pflegte die Hessische Jugendfeuerwehr bereits Internationale Kontakte zu Jugendfeuerwehren in Frankreich, Israel, Österreich und Spanien.

Bedingt durch die "Öffnung des Eisernen Vorhangs" (ab 1989, im Zuge der Glasnost und Perestroika) wurden Kontakte nach/in Russland gesucht. Das geschah zu einer Zeit, als die Länder des Ostblocks für manch einen so fern und fremd waren, wie der Mond. Dies war der Beginn des Abenteuers.

Die Ziele beim Aufbau einer solchen Partnerschaft waren vielfältig:

Womit ging es los, welches waren die ersten Schritte?

Programm des Jugendaustausches 2019

An der diesjährigen Jugendbegegnung vom 14.07 bis 26.07 nahmen aus Hessen und Saratow 30 Personen teil. Die Begegnung fand im Fritz-Emmel-Haus in Kronberg statt. Dieses Pfadfinderhaus wurde bereits mit dem Auftrag gebaut, deutsch-russische Jugendbegegnungen zu fördern und zu ermöglichen, so dass wir besonders gerne hier untergekommen sind.

 Das Programm der Jugendbegegnung war vielfältig und bot neben feuerwehrtechnischen Elementen natürlich auch die Wahrnehmung von Kulturangeboten sowie unterschiedliche Aktivitäten der Freizeitgestaltung, an.

 Nach über 24 Stunden Anreise kam die russische Delegation auf dem Rhein-Main Flughafen an, wo wir sie in Empgang nahmen. Von dort ging es dann mit MTF’s nach Kronberg ins Fritz-Emmel-Haus, um am nächsten Morgen bereits mit dem Programm zu starten:

 Erstes Ausflugsziel war die Berufsfeuerwehr Frankfurt, mit fachkundiger Führung durch die Wache 1. Diese hatte alle, auch die Jugendlichen aus Hessen, schwer beeindruckt. Vor allem das FRTC (Fire-Rescue-Training-Center) kam bei allen sehr gut an. Anschließend verbrachten wir den Nachmittag auf dem Löschboot, inklusive einer „spritzigen“ Vorführung.

 Der nächste Tag führte uns in unsere Landeshauptstadt, wo wir den Landtag besichtigen und den stellvertretenden Landtagspräsidenten  Frank Lortz (CDU) und die Abgeordnete Martina Feldmayer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) treffen konnten.

 Abgerundet wurde der Besuch in Wiesbaden durch eine Stadtrundfahrt, die Fahrt mit der Nerobergbahn sowie dem Besuch der Russisch-Orthodoxen Kirche. Den Abschluss bildete die Führung durch die Wache 1 der Berufsfeuerwehr Wiesbaden mit anschließendem gemütlichen Grillabend.

 Zum Gelingen einer solchen Begegnung trägt besonders auch ein Sprachmittler bei, welcher uns seitens der Deutsch-Russischen Jugendstiftung partiell begleitete. Durch gezielte pädagogische Methoden zur interkulturellen Teambildung, trotz der Sprachbarrieren, schaffte er es, aus ZWEI Jugendgruppen, EINE Jugendbegegnung zu machen.

 Eine wunderschöne Führung gab es am darauf folgenden ereignisreichen Tag durch das Experimentalarchäologische Freilichtlabor „Lauresham“ in Lorsch mit anschließendem Besuch des Feuerwehr-Museums und Freizeit im Felsenmeer, wo sich die Jugendlichen austobten.

 In Birkenbringhausen legten alle Teilnehme/Innen erfolgreich die Jugendspange der Kreisjugendfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Waldeck – Frankenberg ab, wo alle Jugendlichen ihr Können und Wissen über die Brandklassen, Erste Hilfe und einem Löschangriff zeigen konnten. Dies war für die Jugendlichen sicher eines der Höhepunkte bei der Begegnung.

 Ein weiterer Tag wurde dann im Waldschwimmbad in Kronberg verbracht. Hier konnten auch die neu gefundenen Freundschaften bei einem Eis weiter vertieft werden.

Dann ging es mit schnellen Schritten auf den Abschlussabend zu, für welchen 2 Tage lang intensiv geübt und geprobt wurde, um für die Feierlichkeiten ein schönes Rahmenprogramm zu bieten.

Am Abschlussabend im Wiesbadener Rathaus versammelten sich dann über 80 geladene Gäste, um gemeinsam das Jubiläum zu feiern: So wurden zahlreiche Ehrungen verliehen; die Jugendlichen konnten gemeinsam einen Tanz und ein Lied aufführen, sowie Erinnerungsfotos schießen.

 Am nächsten Morgen trat dann die russische Delegation, glücklich und mit vielen neuen Eindrücken aus Deutschland, ihre Heimreise an.

 Auch in diesem Jahr wurde wieder bei den vielfältigen Aktivitäten unsere Freundschaft vertieft und gepflegt. Es zeigte sich neuerlich, dass auch unser gemeinsames Interesse und Engegament für die Jugend-/Feuerwehr der Völkerverständigung dienlich. Die nächsten gemeinsamen Aktivitäten sind schon in der Planung, daher sprechen wir bereits jetzt unsere Einladung aus, an unserer nächsten Begegnung 2020 teilzunehmen und sich für diese anzumelden.

Klaus Splittdorf

FGL

Internationale Jugendarbeit