Sexuelle Gewaltprävention in der Jugendarbeit

Wie wir uns dem Thema praktisch annehmen

Angesichts der aktuell bekannt gewordenen Übergriffe von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Institutionen, hat sich die Hessische Jugendfeuerwehr dazu entschieden, diesbezüglich

Wir danken pro familia und Wildwasser für die Zusammenarbeit.

Die Themen im Einzelnen sind:

Außerdem widmet sich der Jugendverband verstärkt dem Thema Kindeswohl und hat dazu eine umfangreiche Informationsbroschüre erstellt.

Ziel ist es mittelfristig, unsere GruppenbetreuerInnen zum einen für das Thema sexualisierte Gewalt in all seinen Facetten zu sensibilisieren, ihnen Hilfsinstrumente in die Hand zu geben, um die betreuten Jugendlichen zu schützen und im Ernstfall adäquat zu reagieren.

Zur Selbstverpflichtungserklärung

Jede Jugendfeuerwehr hat einen Schutzauftrag für die ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen (§8a KJHG). Darauf basiert unsere Muster-Selbstverpflichtung.

Jugendfeuerwehren können sie auf ihr individuellen Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Mit solch einer Erklärung dokumentiert eine JF, dass sie großen Wert auf den Schutz ihrer Mädchen und Jungen vor (sexualiserter) Gewalt legt, dass Verstöße geächtet werden und Konsequenzen folgen. Man bekennt sich klar zur Verantwortung. Das Thema gelangt in das Bewusstsein unserer Multiplikatoren/innen und die Aufmerksamkeit gegenüber Grenzüberschreitungen wird erhöht.

Wer sich in der Jugendarbeit der JF engagiert, wird durch die Unterzeichnung auch zur Reflexion gebracht und muss Stellung beziehen, sich der eigenen Verantwortung bewusst werden und vielleicht auch eigene Defizite erkennen- so z. B die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht in Konfliktsituationen.

All dies führt zu einer Enttabuisierung und damit zur Stärkung der Betreuer/innen, Kinder, Jugendlichen und einer Schwächung möglicher Täter.

Eine Selbstverpflichtungserklärung ist im Downloadbereich verfügbar. Sie kann in den einzelnen Landkreisen verwendet werden , um darauf aufmerksam zu machen, dass die Jugendfeuerwehren Hessens die Augen vor diesem Thema nicht verschließen.

Die Landkreise können selbst bestimmen, wie mit der Erklärung umgegangen werden kann und soll - dies wurde durch den Landes-Jugendfeuerwehr-Ausschuß rege diskutiert.

Wichtig war allen, dass die Erklärung nicht einfach unreflektiert und ungelesen unterzeichnet und weggeheftet wird. Sie sollte nicht zu einem lediglich lästigen Verwaltungsakt gemacht werden.

Denkbar ist, dass jede/r Betreuer/in diese unterzeichnen muss. Andere Ideen waren, dass eine Jugendfeuerwehr berechtigt ist, die Erklärung zu unterzeichnen, nachdem die Betreuer/innen auf einer Schulung waren, und damit quasi eine Zertifizierung erhalten.

Informationen zum praktischen Umgang mit der Selbstverpflichtungserklärung und weitere Hintergrundinformationen finden sich unten in der Dateiliste sowie im Downloadbereich.

Weitere Präventionsmaßnahmen

Zusätzliche Präventionselemente werden von uns empfohlen.

Hierzu gehört z. B. lokale Ansprechpartner/innen zu finden, welche informieren, intervenieren und die Multiplikator/innen vor Ort fachlich unterstützen. Geschulte Vertrauenspersonen können benannt werden, Seminare für die Schutzbefohlenen zur Stärkung ihrer Persönlichkeit in Krisensituationen organisiert werden.

Kein Jugendverband kann hunderprozentige Sicherheit garanteren, aber sowohl nach innen als auch nach außen dokumentieren, dass er auf das Wohl der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen achtet.

Dies ist ein deutliches Warnsignal an potentielle Täter/innen!

Die Broschüre zum Kindeswohl endlich online
Die Hessische Jugendfeuerwehr hat sich verstärkt dem Thema "Kindeswohl" zugewendet.

Neben der Einführung des Lehrgangs "Sexuelle Gewaltprävention in der Jugendarbeit" wurde das Thema Kindeswohl zum Schwerpunkt des diesjährigen Delegiertentages gemacht. Dort wurden Broschüren verteilt, welche umfassend über das Thema informieren.

Diese Broschüre gibt es jetzt für alle Angehörigen der Feuerwehr kostenlos auf unserer Seite als Datei zum Download.

Beste Grüße aus der Geschäftsstelle

Noch Fragen?

Für Fragen und Hilfestellungen im Bereich der sexuellen Gewaltprävention und Sexualpädagogik steht Helena Urdelowicz in der Geschäftsstelle zur Verfügung.