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Stadt Marburg und Land Hessen einig - Ausbildungszentrum der Hessischen Jugendfeuerwehr zieht ins „Camp"


Gemeinsame Pressemitteilung des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und der Universitätsstadt Marburg


Marburg/Wiesbaden. Das Jugendausbildungszentrum der Hessischen Landesfeuerwehrschule im Marburger Stadtteil Cappel zieht auf das Gelände der ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung an der Umgehungsstraße, "Camp Cappel" um. Das teilte das Hessische Ministerium des Innern und für Sport am Donnerstag mit. Die Universitätsstadt Marburg prüft den Neubau des ebenfalls erneuerungsbedürftigen Stützpunktes der Freiwilligen Feuerwehr Cappel am gleichen Standort.


Das Land wird die 2015 auf städtischem Grund für die Unterbringung von Flüchtlingen errichteten Schnellbauhäuser für das Ausbildungszentrum sowie die Geschäftsstelle der Hessischen Jugendfeuerwehren nutzen und dafür das Grundstück von der Stadt übernehmen.


„Marburg-Cappel bleibt das Zuhause des Hessischen Landesjugendfeuerwehrausbildungszentrums.Das Land Hessen, die Stadt Marburg, der Landesjugendfeuerwehrverband und der Landesfeuerwehrverband, wir alle sind uns einig, dass wir mit dem ehemaligen Gelände der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in der Umgehungsstraße ein geeignetes Areal für unsere jungen Brandbekämpfer gefunden haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten für die konstruktiven Gespräche und ich bin überzeugt, dass wir nun eine tragfähige Lösung zum Wohle des Feuerwehrnachwuchses in Hessen gefunden haben. Ich freue mich mit den Landesjugendfeuerwehren auf ihr neues und modernes Ausbildungszentrum“, erklärte der Hessische Innenminister Peter Beuth.


„Wir werden jetzt prüfen, inwieweit ein Neubau der Gebäude unserer Freiwilligen Feuerwehr Cappel am neuen Standort möglich ist“, so Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Jugendfeuerwehrschule und Freiwillige Feuerwehr Tür an Tür, das hat sich bewährt, und das wollen wir, wenn es baulich möglich ist, auch so weiterführen“, sagte Spies. „Ob das klappt und damit während der Umbauphase der bisherige Feuerwehrstandort lückenlos weiterbetrieben werden kann, untersuchen wir jetzt mit der gebotenen Gründlichkeit.“ Alternativ, so Spies, sei ein Neubau am bisherigen Standort denkbar.


Auch Heinz Wahlers, Cappels Ortsvorsteher, begrüßte die Entscheidung der Landesregierung: „Wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht, und für das Camp und die Feuerwehrschule gute Lösungen gefunden werden. Jetzt kommt es darauf an, schnell auch zu einer Lösung für die Freiwillige Feuerwehr Cappel zu kommen.“


Die sechs Häuser auf dem Gelände des ehemaligen Fußballplatzes in Cappel waren im Herbst und Winter 2015 als Teil der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung errichtet worden. Sie boten 288 Menschen Platz. Zusätzlich wurden 268 Personen in zwei Leichtbauhallen untergebracht. Im Herbst 2016 war die Außenstelle auf Entscheidung des Landes Hessen geschlossen worden.


Das Jugendfeuerwehrausbildungszentrum besteht seit 1975 als Außenstelle der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Marburg-Cappel. Die Geschäftsstelle der Hessischen Jugendfeuer am gleichen Standort ist der landesweite Zusammenschluss von 2150 Jugendfeuerwehren. Er vertritt circa 33.000 organisierte Jugendliche, davon etwa 30 Prozent Mädchen.









 



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